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Stadt Florstadt nimmt Stellung zu den Vorgängen in der Kita Sonnenschein
Ausgangspunkt der eingeleiteten Prüfungen waren Hinweise, die der Stadt Florstadt als Trägerin der Einrichtung zugegangen sind. Diese Hinweise wurden nicht einfach übernommen, sondern im Rahmen einer umfassenden Sachverhaltsaufklärung gemeinsam mit den zuständigen Stellen überprüft.
Im Zuge dieser Aufarbeitung fanden zahlreiche Gespräche mit Beschäftigten, ehemaligen Beschäftigten sowie weiteren Personen mit Bezug zur Einrichtung statt. Dabei bestätigten sich wesentliche Teile der geschilderten Sachverhalte.
Festgestellt wurden unter anderem pädagogische Handlungsweisen und Abläufe, die einer unmittelbaren fachlichen Überprüfung und Anpassung bedurften. Hierzu gehörten insbesondere das verpflichtende Ruhen von Kindern während der Mittagszeit, die Fixierung einzelner Kinder in Kinderwagen zur Beruhigung innerhalb von Gruppenräumen sowie die Beförderung von Kindern in nicht altersgerechten Kindersitzen in privaten Fahrzeugen.
Die daraus resultierenden Maßnahmen erfolgten nicht aufgrund von Vermutungen oder Einzelmeinungen, sondern aufgrund der im Rahmen der Aufarbeitung gewonnenen Erkenntnisse. Festgestellte Missstände wurden unmittelbar beendet und erforderliche organisatorische Anpassungen eingeleitet.
Die Aufarbeitung hat darüber hinaus gezeigt, dass sich die festgestellten Problemlagen nicht ausschließlich auf einzelne pädagogische Abläufe beschränken. Ebenso wurden organisatorische, kommunikative, strukturelle und führungsbezogene Themenfelder festgestellt, die einer weiteren Bearbeitung bedürfen.
Im Rahmen der bisherigen Erkenntnisse ergaben sich zudem Hinweise darauf, dass einzelne Problemlagen nicht erst in jüngster Zeit entstanden sein könnten, sondern teilweise bereits über einen längeren Zeitraum bestanden haben. Die Aufarbeitung bezieht daher ausdrücklich auch zurückliegende Entwicklungen innerhalb der Einrichtung mit ein.
Die Stadt Florstadt weist in diesem Zusammenhang die öffentliche Darstellung zurück, die eingeleiteten Maßnahmen seien ausschließlich aufgrund eines anonymen Schreibens oder ohne sachliche Grundlage erfolgt. Die Entscheidungen beruhen auf den Ergebnissen der laufenden Aufarbeitung sowie auf der Verantwortung der Stadt als Trägerin der Einrichtung.
Ebenfalls weist die Stadt Florstadt die öffentliche Behauptung zurück, Bürgermeister Daniel Imbescheid habe im Rahmen des Elternabends bewusst Informationen zurückgehalten oder unwahre Aussagen getroffen.
Zu keinem Zeitpunkt wurde zugesichert, dass eine schriftliche Stellungnahme der Fachaufsicht des Wetteraukreises im Rahmen der Veranstaltung verlesen werde. Vielmehr war vorgesehen, dass Vertreterinnen und Vertreter der Fachaufsicht persönlich am Elternabend teilnehmen und den Eltern für Fragen zur Verfügung stehen. Eine Teilnahme erfolgte letztlich nicht.
Die Stadt Florstadt stellt daher klar, dass die hierzu öffentlich erhobenen Vorwürfe keine Grundlage in den tatsächlichen Abläufen der Veranstaltung finden.
Gleichzeitig ist festzustellen, dass die Sicherstellung des Kindeswohls, die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben sowie die Gewährleistung eines verlässlichen Kita-Betriebs jederzeit oberste Priorität haben. Aus diesem Grund wurden unmittelbar erforderliche Erstmaßnahmen umgesetzt und weitere organisatorische Veränderungen eingeleitet.
Die laufende Aufarbeitung erfolgt weiterhin in enger Abstimmung mit den zuständigen Fachstellen. Aufgrund arbeits-, personal- und datenschutzrechtlicher Vorgaben können nicht sämtliche Einzelheiten öffentlich dargestellt werden.
Ziel aller eingeleiteten Maßnahmen bleibt die nachhaltige Sicherstellung eines fachlich, organisatorisch und pädagogisch verlässlichen Umfelds für die betreuten Kinder sowie die langfristige Stabilisierung der Einrichtung.

