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Ortstafel_Ober-Florstadt

Ober-Florstadt mit Kastell "Auf der Warte"

RÖMERZEIT

In Ober-Florstadt entstand ca. 85 n. Chr. ein großes Kastell mit den Grundmaßen 183 x 155 m. Es hatte eine Gesamtfläche von 2,8 h und war zehnmal größer als das kleine Stadener Kastell (siehe Info 29). Die Fläche des Kastells entspricht heute der Fläche von drei Fußballfeldern. Es lag 2,5 km vom eigentlichen Limes, der zwischen Staden und Nieder-Mockstadt verlief, entfernt.

Um das Kastell entstand eine zivile Siedlung, die als Besonderheit ein Mithrasheiligtum (religiöse Kultstätte) aufzuweisen hatte. Weitere Informationen gibt es auf der Infotafel, die am Radweg von Stammheim nach Ober-Florstadt steht.

 

 

MARKTRECHT

Die erste urkundliche Erwähnung von Ober-Florstadt findet man erst 1238. Nach einer Überlieferung erhielt Ober-Florstadt 1304 von König Albrecht I., Sohn Rudolfs von Habsburg die Marktgerechtigkeit und wurde Marktflecken. Für die damalige Zeit eine beachtliche Auszeichnung. Es wurden zwei Märkte im Jahr abgehalten, einer am 1. Mai (Philippi et Jacobi) und der andere am 29. September (St. Michaelis). Diese Märkte fanden auf der Gerichtsweide hinter dem heutigen Bürgerhaus statt. Der Platz war von vier Linden eingerahmt.

 

Am Tage Laurentii, dem 10. August eines jeden Jahres kamen hier auch die Gerichtsmänner aus Staden, Heegheim und Florstadt zusammen und hielten Gericht. Später wurden Markt, Kirchweih und Gerichtstag auf den 10. August zusammengelegt – so blieb es bis zur letztmaligen Durchführung im Jahr 1793. Die dort existierende Laurentiuskapelle war über mehrere Jahrhunderte hinweg eine Außenstelle der Kirche von Nieder-Florstadt. Berichtet wird von dieser Kapelle im Zusammenhang mit Markttagen oder Gerichtstagen zu Laurentii.

 

Nieder- und Ober-Florstadt waren bis 1861 eine Verwaltungseinheit. Da sich Ober-Florstadt als deutlich kleinerer Partner oft benachteiligt fühlte, kämpf ten die Verantwortlichen um Eigenständigkeit, die sie dann 1861 erhielten und die bis 1970, der Geburtsstunde der Großgemeinde, bestand.

SCHAUSTELLER UND FEDERVIEHHÄNDLER

Ober-Florstadt war die Heimat vieler Schausteller und Feder viehhändler. In der Blütezeit des Schaustellergewerbes waren es bis zu zwei Dutzend Familien, die im Frühjahr mit ihren Wagen auf Tour gingen und im Herbst, wenn die großen Feste und Märkte in Hessen und im angrenzenden Bayern vorüber waren, wieder heimkehrten. Bleibende Namen sind: Köhler, Viehl, Hirsch, Schreitz, Schmidt, Eller, Binjakewitz.

 

Auch die Federviehhändler waren in den Sommermonaten in der Fremde und weilten dann zusammen mit den Schaustellern ab Herbst in der Heimat. Bis Anfang des 21. Jahrhunderts waren noch der Karussellbesitzer Heinrich Köhler mit seinem neuzeitlichen Kindersportkarussell und einer Schießhalle und der Schreitze-Wilhelm mit seinem Süßwarengeschäft unterwegs.

SAUWEIDE UND SPIELPLATZ

Das Gelände des heutigen Spielplatzes ist ehemals eine Sauweide gewesen. Kühe, Ziegen, Säue und Gänse wurden bis ins letzte Jahrhundert kollektiv betreut und auf dafür vorgesehenes Grünland oder in den Wald getrieben. Der Spielplatz wurde 1961 in Eigenleistung der Bürger von OberFlorstadt errichtet. Dahinter ist ein Lehrbiotop angelegt.


WASSERVERSORGUNG

Bis ins letzte Jahrhundert wurde das Trinkwasser von rund drei Dutzend Schwengelpumpen geholt. Die erste zentrale Versorgung erfolgte im Sommer 1960 über einen Hochbehälter.

 

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https://www.florstadt.de/seite/365858/Ortstafel_Staden.html

 

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