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Pressebericht über Drums Alive

27.04.2016

Die Wetterauer Zeitung hat Drums Alive besucht und am 07. April einen Artikel darüber veröffentlicht. Die Redaktion hat uns freundlicherweise die Veröffentlichung hier gestattet:

 

Fit werden, Frust ablassen – mit Trendsport »Drums alive«

Florstadt (lk). Der Frühling ist endlich da, die Bikinifigur noch nicht. An Traumkörper und Fitness arbeiten die Teilnehmerinnen des Kurses »Drums alive« der Sport-Union Nieder-Florstadt. Wöchentlich im Viervierteltakt. Bei dem Trendsport dienen Pezzibälle als Schlagzeug. Verbunden mit Bewegung wird das Trommeln schnell anstrengend. Spaß macht’s den Frauen trotzdem.

 
 
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Trainerin Melanie Steinbrecher (grünes Top) zeigt wie’s geht: Die Drumsticks werden im Takt gekreuzt und auf die Pezzibälle geschlagen. Im Lauf der Stunde kommen dann noch Übungen für die Beine dazu, schließlich sollen die Teilnehmerinnen sich anstrengen. (Foto: nic)
 
 
 
Bumm, Bumm, Bumm, Bumm – im Viervierteltakt schlagen die Frauen die Holzstäbe aneinander, gegen den Gymnastikball, auf den Boden und wieder aneinander. Der Ghettoblaster ist voll aufgedreht, Musik aus den Charts dröhnt durch das Ober-Florstädter Bürgerhaus, der Rhythmus geht in den Körper über. Längst schwitzt auch Trainerin Melanie Steinbrecher. Sie bietet den Kurs »Drums alive« für die Sport-Union Nieder-Florstadt seit Ende 2015 an.

»Drums alive« liegt im Trend, erinnert an »Zumba«, ist aber doch ganz anders. Beim Workout werden Elemente aus Tanz und Aerobic kombiniert. »Drums alive« richtet sich an keine bestimmte Zielgruppe. Jung und Alt, Männlein und Weiblein können mitmachen – um pünktlich zum Frühjahr fit zu werden, um an der Strandfigur zu arbeiten, um Kraft und Ausdauer zu trainieren. Das Training soll Herz-Kreislauf-System anregen, Konzentration und Koordination steigern, dabei helfen Stress abzubauen und die Verbrennung anzuregen.

»Die Leute wollen immer mal etwas Neues. Etwas im Trend. Klassisches Bauch-Beine-Po, da hat nicht jeder Lust drauf«, sagt Ingeborg Riemer. Die 55-Jährige ist bei der Sport-Union zuständig für das Kurssystem. Sie ist überzeugt: »Bewegung ist wichtig.« Welcher Sport letztlich ausgeübt werde, sei zweitrangig – Hauptsache überhaupt Sport.

Riemer lernte »Drums alive« auf einer Fortbildung kennen. Das Problem an dem Training: Man braucht dafür nicht nur jede Menge Platz, sondern auch Drumsticks, also Schlagzeugstöcke, Gymnastikbälle und eine Möglichkeit, die Bälle zu fixieren. Teilnehmer sollten ein bisschen Rhythmusgefühl und Lust am Trommeln mitbringen.

»Drums alive«-Trainer müssen ein spezielles Seminar samt Prüfung – einer Art kurze Ausbildung – absolvieren. Hintergrund: Die Entwickler haben das Workout lizenzrechtlich geschützt. Die Sport-Union muss einen festgesetzten Betrag zahlen, um den Kurs anbieten zu können. Das ist nicht neu, gilt auch für »Zumba«. Die Teilnehmer müssen deshalb für die Kurse zahlen – auch Mitglieder der Sport-Union. Wobei sie weniger tief in die Tasche greifen als Nichtmitglieder. »Jüngere Leute haben heute oft die Haltung: ›Was nichts kostet, taugt auch nichts»«, berichtet Riemer. »Wir bekommen keine Jüngeren in unsere Damengymnastik.« Insbesondere die Frauen zwischen 16 und 20 Jahren seien für Vereine »schwer zu bekommen«. Daher die Trend-Sportarten. Doch selbst bei Angeboten wie »Zumba« oder eben »Drums alive« seien die jungen Neuen oft nur kurzfristig dabei, sagt Riemer, während die Kursteilnehmerinnen sich dem Finale nähern. Die Choreographien am und um den Pezziball werden komplizierter. Beim sogenannten Cool-down stehen dann noch einige entspannende Übungen an. Zuletzt müssen die Frauen noch einmal richtig ran und trommelnd Sit-ups machen.

Trainerin: Trommeln kann jeder

Kursteilnehmerin Theresa Welsch ist selbst »Zumba«-Trainerin, kommt während 60 Minuten »Drums alive« aber ordentlich ins Schwitzen. »Man unterschätzt total, wie viel Gas man eigentlich gibt.« Durch die Musik und das Trommeln werde man abgelenkt. »Wer Frust hat, kann das hier gut rauslassen«, sagt die 30-Jährige.

Trainerin Steinbrecher arbeitet als Erzieherin und hat sogar mit ihren Schützlingen im Kindergarten schon getrommelt. »Das macht den Kindern total viel Spaß.« Gleich, als Steinbrecher das erste Mal an einer »Drums alive«-Stunde teilnahm, war sie begeistert. Das Schöne am Workout: Das Verletzungsrisiko ist gering. Anders als bei der Step-Aerobic gibt es keine Stufe, die getroffen werden muss. Die 39-Jährige hat noch ein Argument für »Drums alive«: »Trommeln kann jeder – vom Kind bis zum Senior.«

 

Das Original finden Sie  hier. Die Fotos in der Galerie.